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Valentin

14 Feb

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Telegramm eines Ungeborenen

31 Jan

Komme in 40 Wochen. Mit dem Kopf nach unten. Kündige mich nochmal an. Sinke 4 Wochen zum Start. Mach mich auf den 20 Zentimeter langen Weg. Bewege mich stundenlang auf und ab. Schwappe der schwallartig abgehenden Flüssigkeit hinterher. Wenn der Mund 10 Zentimeter offen steht. Verlasse meine Höhle. Drücke meinen Kopf den engen Gang entlang als haute einer den Lukas. Wende mich vor die letzte Tür. Mache Halt. Unter exorzistischem Gebrüll ploppe ich auf die Welt. Bin lila.

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Science meets Fiction

25 Sep

Auf der wissenschaftlichen Kunstausstellung sind Bilder mit

literarischen Beiträgen zu sehen, darunter ein Gedicht von mir

mit dem Titel „Gyroids“ zu den Bildern 5 und 12.

 

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Jahresablesung

7 Mai

http://www.kunststiftung-sachsen-anhalt.de/web/presse/2017/pressemitteilung-18-2017.html

 

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Gare de l’Est

2 Sep
KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERA

Paris Ostbahnhof

Zitat

Texte um Nichts

18 Aug

Ich erinnere mich nicht, gekommen zu sein, ich werde nie weg können. Nur noch die unmögliche Erinnerung an ein einziges trübes Geräusch. Ich kann nicht bleiben, ich kann nicht weg. Ich bin da oben und ich bin hier, verschlampt, mit geschlossenen Augen, das Ohr an das saugende Moor gepreßt. Kann es ein Anderswo für dies unendliche Hier geben? Nun ja, da bin ich, ein kleines Staubkorn in einem kleinen Winkel, das ein aus dem verlorenen Draußen kommender Hauch hochhebt und das der nächste wieder niederschlägt. Ich bin ganz froh darüber, ganz froh, daß ich damit fertig bin, keuchend hinter mir herzulaufen. Meine Wärter, warum Wärter, ich riskiere nicht, fortzugehen, ah, ich verstehe, damit ich mich für einen Gefangenen halte, von Anwesenheit so aufgebläht, daß die Wände, die Mauern, die Grenzen ihr weichen müßten. Was macht das schon, ob man sagt, man sei hier oder anderswo unverrückbar, damit ich mich nie mehr rühre, damit ich hier sabbere bis zum Ende der Zeiten.

Bewege dich erst mal, du brauchst einen Körper, der sich bewegt, nach vorn, nach hinten, und der hinauf- und hinabgeht, je nach den Notwendigkeiten. Mit einer Menge von Gliedern und Organen, etwas zum Leben, zum Durchhalten. Setz deine Hände in Bewegung, betaste deinen Schädel, da steckt der Verstand. Die Kenntnisse sind da, sie leuchten nacheinander auf, nahe und ferne, sie blinzeln über dem Abgrund, Komplizen. Kann es sein, daß mir endlich ein eigener Kopf wächst, in dem ich Gifte mischen kann, die meiner würdig sind und Beine, um herumzuschlendern, bevor ich verschwinde. Nichts ist nennbar und die Zeit frisst immer weiter, Wasser und Luft, damit alles weitergehen kann. Auf der Welt zu sein, das ist die Hauptsache, die Positur ist nicht so wichtig, bleib nur auf der Lauer, mit hinter den Lidern gespannten Augen, ein Echo lang.

Eine Collage aus 11 Kapiteln der „Texte um Nichts“ von Samuel Beckett.

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Bourbon Street

12 Aug

Bourbon Street

We’ll always have bourbon street

Hintergrundrauschen

5 Aug

Wenn du beginnst eigene, intertextuelle Bezüge herzustellen, dann hast du dich dermaßen in ein Thema vertieft, dass keiner, der das nicht auch gelesen hat, was du schriebst, die Bezüge in dem Ausmaß je erkennen könnte.  Die eigenen Hintergrundgedanken mitdenken, das ist intertextuell selbstrefenziell. Ich selbst verliere mit der Zeit auch wieder den Bezug zu meinen einstigen Bezügen, sobald ich eine Thematik länger ruhen lasse. Im Grunde ist es ein gutes Zeichen, überhaupt die Zeit zu haben, tiefgehend in gedankliche Materien einzusteigen. Was für eine Freiheit das ist! Ich bin begeistert.

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Straße zum Glück

30 Jul

La Rochelle (l'océan) (2)

La Rochelle, France

Luft holen

23 Jul

Es ist im Prinzip alles geregelt und doch steht alles auf dem Spiel.

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